| |
Zum Konzert "Die grossen Lobgesänge" - April 2011. An der Orgel Carl Rütti
(...) Im zweiten Teil, dem Magnificat, dem Lobgesang der Maria, fanden sich gleich zwei Highlights.
Einerseits der schnelle Wechsel zwischen Fortissimo und Pianissimo beim Stanford-Stück "My Soul doth
Magnify the Lord" wie auch das Sopran-Solo von Manuela Hager im Magnificat von Carl Rütti. (...) Nebst
der Leitung des Chores Messa di Voce (...) ist Manuela Hager auch verantwortlich für die Auswahl der Stücke.
So spürte sie zum Beispiel das älteste Stück "Magnificat anima mea Dominum (1430) in der Basler
Bibliothek (der Schola Cantorum) auf. (...) Dieses Prachtwerk ("Nunc dimittis" von Carl Rütti) bildete das
Schlussbouquet des Chorabends. Chor und Solo-Tenor Roger D. Tanner machten die eigenwillige Komposition des
Lobgesangs des Simeon unvergesslich.
Monica Maggi, Zugerbieter
(...) Der Chor wechselt auf die Empore und wieder in den Altarraum, und im dritten Lobgesang begeistert
Rütti mit seiner Eigenkomposition Nunc Dimittis. Das Gurren zweier Opfertauben ist als Motiv verwebt.
"Lumen, lumen, lumen" singt der Chor, das Licht, das kommt, da Simeon sterben kann, weil er den Messias
gesehen hat. Das Tenorsolo, das hell und klar durch die Halle schlägt, das alles vewächst mit
Carl Rüttis Spiel. Bis man statt Menschen und Orgel einen neuen Ton klingen glauben hört: Glocken.
Und erst nach einer gemessenen Zeit der Stille steht man auf und klatscht begeistert Beifall.
Falco Meyer, Zuger Zeitung
Zu Buxtehudes "Membra Jesu nostri" - März 2010
(...) Am gut besuchten Passionskonzert in der Kirche St. Matthias Steinhausen war eines der wichtigsten
und interessantesten geistlichen Werke Dietrich Buxtehudes zu hören: Membra Jesu nostri, ein Zyklus von
sieben Kantaten. (...) Der Sängerschar unter der Leitung der Zugerin Manuela Hager, die auch als Sopranistin
tätig ist, gelang es exzellent, sich in den Kantatenzyklus hineinzufühlen. Die Dirigentin
führte den Chor souverän und war massgeblich am Erfolg der Aufführung beteiligt. So wurden
etwas die Chorstellen "Illustra faciem tuam" und das fugierte "Amen" am Ende der 7. Kantate zum besonderen
Erlebnis. (...)
Hannes E. Müller, Neue Zuger Zeitung
Zum Konzert"Meilensteine der geistlichen Motette" - Januar 2009
(...) Am klarsten im Sinne des Stilprinzips gelang das wenig bekannte "Miserere" von Gregorio Allegri
(1582-1652). Der Hauptchor gruppierte sich mit wahllos vermischten Einzelstimmen , was jeden Mitwirkenden
zum direkten Einzelkontakt mit der Dirigentin zwang. Durch das ganze Programm überzeugte die sichere
Vorbereitung, was eine tadellose Intonation ermöglichte. Die prägnante Aussprache machte das verteilte
Textblatt über weite Strecken entbehrlich. (...) Die lebendig gestalteten kurzen Rezitative des Tenors
Roger Tanner bildeten meist die Brücke zu einem Echo-Soloquartett. Bei diesem beeindruckte vor allem
die Leistung des Knabensoprans Jonathan Basedau, welcher mehrmals scheinbar mühelos das hohe C
erreichte. (...)
Jürg Röthlisberger - 18. Januar 2009
Zum Konzert "Bach- Kantaten" - Januar 2008
Die Soli für Tenor und Bariton betreuten solid Christian Strübi und Roman Walker, das Sopransolo
besonders klangschön Sängerinnen aus dem Chor. Die Gesamtleitung lag gut aufgehoben in den Händen
von Manuela Hager. Mit "Messa di voce" wird das An- und Abschwellen langer Töne bezeichnet, eine in
letzter Zeit vielbeschworene alte Gesangstechnik. Es war unüberhörbar, dass der Chor sich fundiert mit
ihr auseinandergesetzt hatte. Sein Vortrag gefiel jedoch vor allem durch gepflegte Tongebung, aufmerksam
koordinierte Vielstimmigkeit, natürliche Lebendigkeit und einen leichten und durchwärmten Klang.
Andreas Nievergelt, Neue Zuger Zeitung vom 14.01.2008
|
|